Aktuelle RoHS2-Anforderungen sicher umsetzen
Seminar
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Pragmatische und rechtssichere Materialdeklaration nach EN IEC 63000
Compliance-Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette stellen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen: Nationale und internationale Gesetze, Normen sowie Kunden- und Marktanforderungen werden zunehmend komplexer.
Für Hersteller von Komponenten und Elektrogeräten sind insbesondere die Einhaltung der RoHS2-Richtlinie (2011/65/EU) und die Erstellung der Technischen Dokumentation nach EN 50581 / EN IEC 63000 unverzichtbar.
Sie erfahren im Seminar praxisnah, wie Sie diese Anforderungen rechtssicher und effizient umsetzen – vom rechtlichen Rahmen bis zu den konkreten Dokumentationspflichten. Wir zeigen, dass die grundlegenden Prinzipien auch auf andere stoffbezogene Pflichten, z. B. nach REACH Art. 33, übertragbar sind.
Anhand von Praxisbeispielen, konkreten Prozessen und Umsetzungshilfen erhalten Sie praxisorientierte Tipps für Ihre tägliche Arbeit. Zusätzlich erhalten Sie einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen der RoHS2-Richtlinie, insbesondere des neuesten Stands zu den RoHS-Ausnahmen, wie den Entwicklungen der Ausnahmeregelungen für (u. a.) Blei-Legierungen.
Ein Praxisbericht aus einem mittelständischen Unternehmen zeigt, wie RoHS2 erfolgreich implementiert wird: von der Lieferantenkommunikation über die Stoffdatenbeschaffung bis zur Erstellung der Technischen Dokumentation. Konkrete Learnings und Best Practices liefern Ihnen sofort anwendbare Impulse für Ihre eigene Organisation
Ziel und Nutzen
Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die rechtlichen Anforderungen der RoHS 2 und der harmonisierten Norm EN 50581 bzw. EN IEC 63000. Sie erfahren, wie die Risiken in Bezug auf Schadstoffe in den Produkten erfasst und bewertet werden können. Sie sehen, wie ein Schadstoffmanagementsystem aufgebaut werden kann. Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und der Analytik, sei es intern oder durch externe Dienstleistende, werden beleuchtet.
Agenda
1. Vorstellung der RoHS-Richtlinie und Umsetzung in nationales Recht
- Was ist und was will RoHS2 (2011/65/EU)? | Was ist neu, wer ist wann und wie betroffen?
- Wie kann ich mit Ausnahmen umgehen?
2. Die Inhalte der EN IEC 63000:
- Wie kann die EN IEC 63000 rechtlich eingeordnet werden?
- Welche Anforderungen ergeben sich für die Lieferanten- und Materialbewertung?
3. Aufbau eines Prozesses zur Erfüllung der Pflichten unter RoHS im Einklang mit der EN IEC 63000
- Welche Umsetzungsschritte sind zielführend? | Welche Fallstricke lauern?
- Aufbau der Lieferantenkommunikation. | Möglichkeiten der Lieferanten- und Materialbewertung.
4. Stand der Verlängerungsanträge für die RoHS Ausnahmen, insbesondere für Blei
5. Ansatzpunkte der EN IEC 63000 zur Erfüllung Erzeugnis-bezogener Pflichten unter REACH-Art.33 – aktuelle Entwicklungen
6. Erfahrungsbericht aus einem mittelständischen Unternehmen:
- Wie wird die Materialdeklaration umgesetzt? Welches sind die Schwierigkeiten, welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
7. Abschlussdiskussion und Feedback
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende, die mit Materialdeklarationen im Unternehmen zu tun haben, darüber Bescheid wissen müssen oder die Prozesse dafür umsetzen. Dies beginnt bei der Geschäftsführung und betrifft Entwicklung und Konstruktion, Vertrieb, Einkauf, Projektleitung, CE-Kennzeichnung, IT, Qualitätsmanagement und Umweltmanagement.
Anmeldung
Details
Veranstaltungsnummer
26-1354
Termin
–
Veranstaltungsort
wvib-Campus
Merzhauser Straße 118
79100 Freiburg
Dozent/in
Sarah Deckelmann
Sophia Biggel
Max. Teilnehmerzahl
16
Veranstaltungsorganisation
Alexandra Bernhardt
bernhardt@wvib.de