Globalisierung am Wendepunkt
Chefsache
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Deutschlands Wohlstand gründet auf fleißigen Händen, innovativen Unternehmen und einem verlässlichen Staat – ein Dreiklang, der überzeugt. Und lange beruhigt hat.
Doch wie vollständig ist dieses Bild? Jahrzehntelang lebten wir gut von offenen Märkten, günstigen Exporten und globalen Wertschöpfungsketten. Rahmenbedingungen, die heute ins Wanken geraten. Deutschlands Wirtschaft stagniert auf der Endmoräne der Weltordnung des 20. Jahrhunderts. Die alte Welt liegt im Sterben, die Neue ist noch nicht geboren. Dasselbe gilt für das deutsche Geschäftsmodell.
Wenn die Globalisierung wankt, Renationalisierung keine Rendite abwirft, und „Local for Local“ keine Blaupause für die industrielle Basis ist: Wie kann der Mittelstand dann geopolitische Resilienz aufbauen? Wie kann es gelingen schöne Vokabeln wie „Unabhängigkeit“ oder „Wettbewerbsfähigkeit“ mit Leben zu füllen? Nach welchen Regeln muss die deutsche Industrie wir künftig spielen, um zu den Gewinnern zu gehören?
Lassen Sie uns die unbequemen Fragen auf den Tisch bringen und gemeinsame Antworten mit Fokus auf die Chancen entwickeln. Für sichere Jobs. Für nachhaltigen Wohlstand. Und sogar ein Geschäftsmodell 2.0?
Agenda
1. Begrüßung und Einführung
Marcel Spiegelhalter | Leiter Community Management, wvib Schwarzwald AG
2. Keynote: Der Traum von der regelbasierten Ordnung. Ausgeträumt?
Prof. Dr. Dalia Marin | Professorin für internationale Wirtschaft, TUM School of Management
3. Keynote: Welchen Hebel haben Unternehmen, um Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa zu retten?
Matthias Sonn | ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Litauen und Senior Advisor, BGA Berlin Global Advisors
Panel: Was ist die Rolle Deutschlands und der Industrie in der neuen Ordnung?
4. Wo sind die Märkte der Zukunft? Und wie erschließen wir sie?
5. China und Taiwan: Elefant im Raum, Drache vor der Haustüre?
Werner Mäurer | CEO, HIWIN GmbH
6. Globale Gestaltungsspielräume im Zulieferergeschäft
Gökhan Balkis | CEO, Franz Morat Group
7. Fragen und Diskussion: Wo investieren, wo produzieren?
8. Networking & Get-together
Die Referierenden:
Prof. Dr. Dalia Marin ist Professorin für internationale Wirtschaft an der TUM School of Management der Technischen Universität München und Senior Research Fellow bei der europäischen Denkfabrik Bruegel.
Matthias Sonn ist ehemaliger deutscher Spitzendiplomat und war zuletzt Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Litauen. Mit seiner langjährigen Erfahrung in geopolitischen Krisenregionen, transatlantischen Beziehungen und internationaler Sicherheits- und Wirtschaftspolitik ordnet er die aktuellen Machtverschiebungen und strategischen Bruchlinien der Weltpolitik präzise und praxisnah ein.
Werner Mäurer ist Geschäftsführer von HIWIN in Offenburg und prägt seit über drei Jahrzehnten den Aufbau eines international erfolgreichen Hightech-Standorts.
Gökhan Balkis leitet als Geschäftsführer die Franz Morat Group und steht für internationalen Wachstumskurs, technologische Erneuerung und strategische Standortpolitik.
Eine kostenfreie Stornierung ist bis zum 01.04.2026 möglich.
Anmeldung
Details
Veranstaltungsnummer
26-1772
Termin
–
Veranstaltungsort
Mainau GmbH
Schloss Mainau
78465 Insel Mainau
Max. Teilnehmerzahl
30
Veranstaltungsorganisation
Susan-Kristin Zenke
zenke@wvib.de