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Exportkontrolle in der Rüstungsindustrie

Was (zukünftige) Zulieferer beachten müssen

Der Verteidigungsmarkt bietet Industrieunternehmen neue, strategische Geschäftsmöglichkeiten – insbesondere als Zulieferer von Komponenten, Technologien oder spezialisierten Dienstleistungen. Gleichzeitig gehört dieser Sektor zu den am stärksten regulierten Bereichen im internationalen Handel. Mit dem Einstieg in verteidigungsrelevante Lieferketten entstehen spezifische Anforderungen im Bereich der Exportkontrolle, die zwingend und rechtskonform umgesetzt werden müssen. Ein Verstoß kann dabei nicht nur hohe Bußgelder, sondern auch den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen zur Folge haben.

Das Seminar vermittelt praxisnah, wo die spezifischen Herausforderungen liegen und was unternehmerisch bedacht werden muss, sobald Produkte oder Technologien in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Lieferketten bereitgestellt werden. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Anwendung im Tagesgeschäft von Einkauf, Vertrieb und Logistik.

Ziel und Nutzen

Nach dem Seminar können die Teilnehmenden die wichtigsten exportkontrollrechtlichen Anforderungen im Rüstungs- und Dual-Use-Bereich sicher einordnen und beurteilen, ob Produkte oder Technologien exportkontrollpflichtig sind. Sie sind in der Lage, Risiken aus Embargos, Sanktionen und kritischen Endverwendungen frühzeitig zu erkennen und fundiert zu bewerten. Zudem verstehen sie die komplexen Genehmigungspflichten und behördlichen Verfahren und können diese strukturiert in ihre internen Arbeitsabläufe integrieren. Darüber hinaus können sie die Besonderheiten in der Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Spediteuren oder Brokern im Verteidigungsumfeld sicher handhaben.

Agenda

 

  1. Besonderheiten der Rüstungsindustrie vs. Dual-Use: Warum „Business as usual“ hier strafbar ist.

  2. Konsequenzen von Verstößen: Bußgelder, Haftungsrisiken und der „Ausschluss von öffentlichen Aufträgen“ (Debarment).

  3. Die Rolle des Zulieferers: Verantwortung in der Lieferkette auch ohne eigenes Endprodukt.

  4. Aktuelle Geopolitik: Warum Sanktionen und Embargos gerade jetzt höchste Priorität haben.

  5. Basis Wissen – Exportkontrolle (4 Säulen Logik)

  6. Side Step: ITAR (Rüstungsindustrie US Recht)

Zielgruppe

Exportkontrollbeauftragte, Zollbeauftragte, Fach- und Führungskräfte aus Logistik, Export, Vertrieb, Compliance und Geschäftsführung

Veranstaltungsnummer

26-1853

Termin


Veranstaltungsort

Microsoft Teams
Den Einwahl-Link erhalten Sie nach der Anmeldung
online

Dozent/in

Janine Beck

Max. Teilnehmerzahl

16

Veranstaltungsorganisation

Alexandra Bernhardt
bernhardt@wvib.de