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Zwischen Washington und Peking

Europas Rolle zwischen Partnerschaft, Wettbewerb und Systemrivalität

Die alte Welt scheint mit Blick in den Rückspiegel erstaunlich einfach. Während die Vernetzung der Weltwirtschaft jeden Tag zunahm, konnten Unternehmen ihre Entscheidungen weitgehend nach Opportunitäten und eigenem strategischem Kalkül treffen: Wo ist der beste Markt? Wo die effizienteste Produktion? Wo das günstigste Kapital? Diese Welt bröckelt längst. Auch grundlegende Gewissheiten erodieren.  

China ist vom Absatzmarkt und Produktionsstandort längst zum technologischen Wettbewerber auf Augenhöhe – und in manchen Industrien darüber hinaus – geworden. Die USA bleiben auf dem Papier Europas wichtigster Partner, könnten sich aber stärker auf die eigene Hemisphäre zurückziehen und verfolgen ihre Interessen zunehmend rigoros. Technologie, Rohstoffe, Daten und Währungen werden zu Machtfaktoren. 

Europa gerät damit in eine unbequeme Lage: wirtschaftlich eng mit beiden Seiten verflochten, strategisch aber nur begrenzt eigenständig. 

Wie viel Abhängigkeit ist noch vertretbar? Wo braucht Europa eigene Stärke? Und wo wäre der Versuch strategischer Autonomie schlicht zu teuer? Was folgt daraus für das einzelne Unternehmen?  

Darüber möchten wir mit Jörg Wuttke sprechen. In einer kleinen, handverlesenen Runde, offen, vertraulich und mit ausreichend Zeit für Widerspruch. 

Wuttke kennt China seit Jahrzehnten aus nächster Nähe und blickt heute aus Washington auf das Kräfteverhältnis zwischen den drei großen Wirtschaftsräumen. Beste Voraussetzungen für ein Gespräch, das nicht bei den bekannten Schlagworten stehen bleibt. 

Agenda

11:30 Uhr Eröffnung
Marcel Spiegelhalter | Leiter strategisches Community Management, wvib Schwarzwald AG

11:35 Uhr Impuls Jörg Wuttke: Der perfekte Sturm: Deutsche Industrie zwischen USA Zoll-Wahnsinn und chinesischer Innovationslust 

12:00 Uhr Diskussion und Austausch  

13:00 Uhr Lunch  

Jörg Wuttke ist Partner bei der DGA Group in Washington DC. Er war 27 Jahre lang BASF Repräsentant in Beijing. Er war Präsident der EU-Handelskammer in China von 2007 bis 2010; 2014 bis 2017 und 2019 bis 2023. Wuttke war Chairman der Deutschen Handelskammer von 2001 bis 2004.  

Seit 2023 ist er im Verwaltungsrat der Bosch International. Er ist Mitglied des Beratergremiums des Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin seit der Gründung 2013. Er lebte mehr als drei Jahrzehnte in Peking.

Wir danken unserem Sponsor für die freundliche Unterstützung:
Deutsche Bank AG

Anmeldeschluss: 10.12.2026

Veranstaltungsnummer

26-2028

Termin


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Veranstaltungsort

Haus Zauberflöte
Lindenplatz 12
77652 Offenburg

Dozent/in

Jörg Wuttke

Max. Teilnehmerzahl

15

Veranstaltungsorganisation

Susan-Kristin Zenke
zenke@wvib.de

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