Produkthaftung 2.0 – Das Wichtigste im Überblick
Seminar
Freie Plätze verfügbar
Was der industrielle Mittelstand ab Dezember 2026 unbedingt wissen muss
Das neue Produkthaftungsgesetz tritt am 9.12.2026 in Kraft. Es erhöht die Haftungsrisiken für Industrieunternehmen spürbar. Der Produktbegriff wird deutlich erweitert und Software, KI-basierte Funktionen, digitale Dienste, vernetzte Produkte, Updates und Cybersecurity werden künftig in die Bewertung von Produktfehlern einbezogen. Für Hersteller, Zulieferer und Unternehmen mit digitalen Produktbestandteilen entstehen dadurch neue Anforderungen an Produktsicherheit, Dokumentation, Risikomanagement und interne Verantwortlichkeiten.
Das Seminar zeigt, was sich konkret ändert, welche Unternehmensbereiche betroffen sind und wie der industrielle Mittelstand frühzeitig Handlungsbedarf erkennt.
Ziel und Nutzen
Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Überblick über das neue Produkthaftungsgesetz und seine Bedeutung für Industrieunternehmen. Nach dem Seminar können die Teilnehmenden besser einschätzen, ob und wie ihr Unternehmen von den neuen Regelungen betroffen ist. Sie verstehen, wann Software, digitale Dienste oder Produktänderungen haftungsrelevant werden können, welche Rolle Cybersecurity und Updates für die Fehlerbewertung spielen und welche internen Schnittstellen künftig enger zusammenarbeiten müssen. Zugleich erhalten sie Orientierung, welche Prozesse, Dokumentationen und Verantwortlichkeiten im Unternehmen überprüft werden sollten.
Agenda
1. Die neue Produkthaftung im Überblick
- Ziele und zentrale Änderungen des neuen Produkthaftungsgesetzes
- Bedeutung für Hersteller, Softwareanbieter und Plattformbetreiber
- Neue Haftungsrisiken für den industriellen Mittelstand
2. Software, KI und digitale Dienste als neue Haftungsthemen
- Software, KI-basierte Systeme und digitale Konstruktionsunterlagen im Produktbegriff
- Komponenten: Verbundene digitale Dienste und vernetzte Produkte
- Haftung bei Datenverlusten, digitalen Produktfunktionen und Komponenten
3. Verantwortung entlang des Produktlebenszyklus
- Haftungsrisiken bei Entwicklung, Produktion, Vertrieb und After-Sales
- Wesentliche Produktänderungen, Nachrüstungen, Refurbishment und Updates
- Fortdauernde Herstellerverantwortung nach dem Inverkehrbringen
4. Produktsicherheit, Cybersecurity und Fehlerbewertung
- Neue Kriterien für die Beurteilung von Produktfehlern
- Bedeutung von Sicherheitsupdates, Rückrufen und behördlichen Maßnahmen
- Anforderungen an Dokumentation, Qualitätsmanagement und Risikoprävention
5. Neue Prozessrisiken und Handlungsfelder für Unternehmen
- Haftung von Fulfilment-Dienstleistern und Online-Plattformen
- Offenlegungspflichten, Beweiserleichterungen und gesetzliche Vermutungen
- Konkrete Prüfpunkte für Recht, Entwicklung, Qualität, IT, Compliance und Management
Zielgruppe
Geschäftsführung und Führungskräfte aus Entwicklung, Produktmanagement, Qualität, IT und Compliance; Unternehmensjuristen und -juristinnen; Verantwortliche aus dem Risikomanagement, technischer Dokumentation und Produktsicherheit.
Anmeldung
Details
Veranstaltungsnummer
27-0634
Termin
–
Veranstaltungsort
wvib-Campus
Merzhauser Straße 118
79100 Freiburg
Dozent/in
Christian Förster
Max. Teilnehmerzahl
16
Veranstaltungsorganisation
Sonja Freisens
freisens@wvib.de