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Social Engineering und Human Hacking

Eine effektive Sicherheitskultur im Unternehmen etablieren

Erfolgreiche Cyberangriffe beginnen nicht immer mit der Ausnutzung einer technischen Schwachstelle. Häufig setzen Angreifer gezielt beim Menschen an: Phishing, CEO-Fraud, manipulierte Anrufe und andere Formen des Social Engineerings nutzen Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Zeitdruck und vermeintliche Autorität aus, um Stress zu erzeugen und überlegte Entscheidungen zu erschweren.

In diesem praxisnahen Seminar erfahren Sie, mit welchen psychologischen Mechanismen Social Engineers arbeiten, woran Sie typische Manipulationsversuche erkennen und warum selbst erfahrene Mitarbeitende darauf hereinfallen können. Anhand konkreter Situationen aus dem Unternehmensalltag entwickeln Sie wirksame Gegenmaßnahmen. Sie lernen, wie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, klare Prozesse sowie eine aufmerksame Sicherheitskultur ineinandergreifen und gemeinsam die Widerstandsfähigkeit Ihres Unternehmens stärken.

So befähigen Sie die Menschen in Ihrem Verantwortungsbereich, Manipulationsversuche frühzeitig zu erkennen, angemessen zu reagieren und aktiv zur Cybersecurity Ihres Unternehmens beizutragen.

Ziel und Nutzen

Das Seminar befähigt die Teilnehmenden, die Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens gegen Social Engineering systematisch zu erhöhen. Sie verstehen die psychologischen Mechanismen hinter Social-Engineering-Angriffen und lernen, typische Manipulationsversuche frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus entwickeln sie konkrete Maßnahmen, um Mitarbeitende zu sensibilisieren, sichere Prozesse zu etablieren und die Sicherheitskultur im Unternehmen nachhaltig zu stärken. So schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass die Belegschaft Angriffsversuche erkennt und angemessen darauf reagiert.

Agenda

1. Social Engineering und Human Hacking

  • Einführung in das Thema
  • Chronik eines erfolgreichen Angriffes auf ein KMU
  • Historie der Hinterhältigkeit und die Lehren für die Gegenwart
  • OSINT und HUMINT – eine Basis erfolgreicher Angriffe

2. Die „Natur des Menschen“ als Basis für Angriff und Verteidigung

  • Die „Big Five“, das Motivsystem und das Vigilanzproblem des Menschen
  • Die sechs wirksamsten Einflussfaktoren auf Denken, Fühlen und Handeln
  • Arbeitsgedächtnis und Emotionszentrum – zentrale Schwachstellen
  • Wie aus ganz normalen Persönlichkeitseigenschaften ausnutzbare Schwächen werden
  • Möglichkeiten und Grenzen gezielter Verhaltensentwicklung

3. Angriffsoberflächen und -arten

  • Einheitliche Muster der Verführung: Cybersecurity, Leadership und Kultur
  • Organisationskulturen, die Angriffe anziehen
  • Typstruktur der Angreifer – von Script Kiddies bis zu staatlichen Akteuren
  • Phishing: Standard, Spear und Mobile
  • CEO Fraud, Vishing und Smishing
  • Physische Zugangserschleichung und die Austauschmanipulation
  • Tailgating oder auch Piggybacking
  • Dumpster Diving und Shoulder Surfing
  • Cybergrooming und Sextortion
    Evolution der Angriffe: KI als Turbo und die selbstanpassende Flexibilität des KI-Verstärkungslernens (Reinforcement Learning)

4. Abwehr- und Schutzmaßnahmen

  • Das Modell der gekapselten Multi-Zwiebelstruktur als Basis jeder technischen und humanorientierten Security
  • Organisationale Maßnahmen zur Stärkung einer engagierten Abwehr
  • Unterstützung durch Normen, staatliche Stellen und die EU
  • Das Modell der unsichtbaren Führungskraft in der Security
  • Das Motivsystem des Menschen im Dienst der Cyberabwehr
  • Selbstregulation - die wichtigste Kompetenz für eine wirksame Wachsamkeit
  • Maßnahmen gegen die Liste der Angriffsarten
  • Acht Strategien zur Installation eines Anti-Social-Engineering-Mindsets
  • Die goldenen Regeln des IT-Security-Leadership

5. Interaktion und Anwendung der Seminarinhalte in Gruppenarbeit

  • Design an Attack
  • Erstellung eines unternehmensspezifischen Konzeptes für ein langfristig tragfähiges Sicherheitstraining
  • Entwicklung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • Erarbeitung eines unternehmensspezifischen Handlungsplans
  • Erarbeitung eines unternehmensspezifischen Notfallplans
  • Vorstellung der Ergebnisse im Plenum und Abschlussreflexion

Zielgruppe

IT-Entscheider und IT-Verantwortliche 
Verantwortliche im Bereich Cybersecurity (Top und Mittleres Management)
HR (Multiplicator) 

Veranstaltungsnummer

27-0677

Termin


–

Veranstaltungsort

wvib-Campus
Merzhauser Straße 118
79100 Freiburg

Dozent/in

Bernd Gems

Max. Teilnehmerzahl

12

Veranstaltungsorganisation

Sonja Freisens
freisens@wvib.de

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