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Chef-Erfa 63 zu Gast bei der BURGER GROUP in Schonach

21.10.2026

Rückblick | 08.10.2026 | Chef-Erfa 63 | BURGER GROUP


Im Mittelpunkt steht die Verzahnung - dieser Gedanke zog sich buchstäblich wie ein roter Faden durch unseren Besuch bei der BURGER GROUP in Schonach. BURGER entwickelt und fertigt Antriebe und Getriebe für unterschiedlichste Anwendungen und Branchen. Präzise Verzahnung ist seit Generationen Teil der DNA des Unternehmens. Doch je länger der Austausch dauerte, desto deutlicher wurde, dass Verzahnung bei BURGER weit mehr bedeutet als Mechanik.
Gegründet 1856 und heute von der 5. und 6. Generation geführt, hat sich das Unternehmen zu einer internationalen Gruppe mit 12 Gesellschaften an 8 Standorten entwickelt, darunter auch in Kanada, Tschechien und der Schweiz.

Das Selbstverständnis und Nutzenversprechen sind dabei klar „One-Stop-Shop“ mit außergewöhnlicher Fertigungstiefe, wirtschaftlich, präzise und mit innovativen Lösungen.
BURGER versteht sich dabei nicht als klassischer Zulieferer. Von der ersten Idee über Entwicklung und Fertigung bis zur Serienreife entstehen gemeinsam mit den Kunden ganzheitliche Lösungen. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktioniert auch nur mit enger und aufeinander abgestimmter Verzahnung.
Im Mittelpunkt unseres Treffens standen Automatisierung, Robotik und die Frage, wie industrielle Wertschöpfung künftig gestaltet werden kann. Besonders intensiv, wurden der Stand, die Möglichkeiten und Grenzen humanoider Robotik diskutiert.
Fast zwangsläufig führte dieser Austausch zum Thema Künstliche Intelligenz. Ein Thema, das derzeit nahezu jedes Unternehmen bewegt und zudem eng mit den Entwicklungen in Automatisierung und Robotik verknüpft ist.

Dabei wurde schnell klar, dass die eigentlichen Fragen heute nicht mehr lauten:

• Ob KI kommt.
• Ob KI eingesetzt wird.
• Ob sich Unternehmen damit beschäftigen müssen.

Die spannenderen Fragen sind:

• Wo entstehen echte Mehrwerte?
• Wie weit sollte Automatisierung gehen?
• Welche Aufgaben bleiben beim Menschen?
• Welche Kompetenzen müssen Unternehmen aufbauen und wie?

Der wohl intensivste Diskussionspunkt war jedoch die Datensicherheit. Hier zeigte sich, wie groß die Unsicherheit in vielen Unternehmen aktuell noch ist. Zwischen den Chancen neuer Anwendungen und den Anforderungen an Datenschutz, Know-how-Schutz und Governance besteht weiterhin ein großer Bedarf an Orientierung und Erfahrungsaustausch.

Die Zukunft entsteht nicht durch Menschen oder Technologie. Sie entsteht durch die richtige Verzahnung von Menschen, Automatisierung, Robotik und KI.

Und vielleicht erklärt auch genau das, warum ein Statement an diesem Tag besonders gut passte.

„Zukunft braucht Herkunft“ – man muss wissen, wo man herkommt, damit man weiß, wo man hinmöchte.

Was damit gemeint ist, lässt sich bei BURGER ganz real erleben. Wer die Fertigung der mechanischen Uhrwerke für Kuckucksuhren betritt, spürt unmittelbar die Verbindung von Tradition, Präzision und über Generationen aufgebautem Know-how. Gleichzeitig wird deutlich, dass genau dieses Wissen die Grundlage bildet, um neue Technologien erfolgreich einzusetzen. Herkunft und Zukunft stehen hier nicht im Widerspruch. Sie bedingen einander.

Vielen Dank an Jörg Burger und das gesamte Team der BURGER GROUP für die Gastfreundschaft und die offenen Einblicke. Vielen Dank auch an alle Teilnehmer für die intensiven Diskussionen.