Der Kunde sucht eine Lösung, keine Artikelnummer
10.08.2026

Rückblick | Fach-Erfa Entwicklungsleiter: Der Kunde sucht eine Lösung, keine Artikelnummer | 18.06.2026 | Microsoft Teams
Kunden denken nicht in Artikelnummern, sondern in Anforderungen, Anwendungen und Lösungen. Eine leistungsfähige Produktklassifizierung schafft die Voraussetzung, Produkte anhand ihrer Eigenschaften gezielt zu finden, zu vergleichen und auszuwählen.
Im Mittelpunkt des Erfahrungsaustauschs der Entwicklungsleiter und Produktmanager der wvib Schwarzwald AG standen vier zentrale Fragen: Wer klassifiziert? Welche Systeme sind relevant bzw. führend? Wie werden Produktfamilien und Produktlinien gebildet? Und wie werden Merkmale und Attribute aufgebaut, gepflegt und verantwortet?
In den Break-Out-Sessions und der anschließenden gemeinsamen Diskussion wurden Organisation, Rollen, Prozesse und die eingesetzten Systeme wie ERP, PLM und PIM betrachtet. Der Austausch hat gezeigt, dass die Produktklassifizierung ein zentraler Baustein eines funktionierenden PDM-Konzepts ist, gleichzeitig aber nicht als reines IT-Thema verstanden werden darf.
Die wesentlichen Herausforderungen liegen in der Kombination aus Organisation, Datenmodell, Prozessen und Systemarchitektur. Wichtig ist zu klären:
Wer ist verantwortlich?
Welche Daten werden nach welchen Regeln klassifiziert?
In welchem System werden diese Daten führend gepflegt?
Als mögliches Zielbild zeichnet sich eine stärker zentral gesteuerte PDM-Governance mit klarer fachlicher Verantwortung und einer stärkeren Rolle des PLM als führendem System für technische Produktdaten und Klassifizierung ab. ERP und PIM bleiben dabei wichtige Ziel- bzw. Nutzungssysteme.