Effiziente Herstellung von Betriebsmitteln durch 3D-Druck
20.04.2026

Rückblick | Fach-Erfa Produktionsleiter 100 Plus : Betriebsmittel herstellen mit 3D Druck | 16.04.2026 | bei stratasys GmbH
Im Produktionsumfeld haben Betriebsmittel und Vorrichtungen einen erheblichen Einfluss auf Qualität, Durchlaufzeit und Prozessstabilität. Gleichzeitig stellen sie häufig einen unterschätzten Kostenfaktor dar, da ihr Entwicklungs- und Herstellungsaufwand selten transparent erfasst wird.
Ein zentraler Ansatz zur Optimierung ist der Einsatz von 3D-Druck in der Betriebsmittelherstellung. Additive Fertigungsverfahren ermöglichen es, Vorrichtungen schneller, flexibler und kostengünstiger zu produzieren als mit konventionellen Methoden – insbesondere bei kleinen Losgrößen oder häufigen Anpassungen.
Ein wesentlicher Engpass liegt jedoch in der Konstruktion der benötigten 3D-Modelle. Die Erstellung funktionsgerechter Designs erfordert fundierte CAD-Kenntnisse und bindet entsprechende personelle Ressourcen. In vielen Unternehmen begrenzt genau dieser Schritt die Skalierung des 3D-Druck-Einsatzes.
Florian Böhringer zeigte in seinem Beitrag praxisnah, wie durch gezieltes Vorrichtungsdesign sowohl Entwicklungszeiten als auch Fertigungsprozesse deutlich beschleunigt werden können. Im Fokus standen dabei konstruktive Prinzipien, die speziell auf additive Fertigung ausgerichtet sind und klassische Designrestriktionen überwinden.
Die anschließende Diskussion innerhalb der wvib Schwarzwald AG verdeutlichte das große Interesse der teilnehmenden Produktionsleiter. Insbesondere wurde der 3D-Druck als wirkungsvoller Hebel zur Reduzierung von Kosten und Durchlaufzeiten identifiziert.
Fazit
Der Einsatz von 3D-Druck in der Betriebsmittelherstellung bietet signifikantes Potenzial zur Effizienzsteigerung. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist jedoch der Aufbau von Konstruktionskompetenz sowie die Integration geeigneter Designmethoden in bestehende Entwicklungsprozesse.