Zum Seiteninhalt springen

Globalization beyond Gravity

28.04.2026

Globalization beyond Gravity

Der Schwerkraft entfliehen. Möglich machen das nicht nur die Produkte von Schmalz. Auch die Weltmärkte scheinen derzeit Bodenhaftung einzubüßen. Selten war die Unsicherheit größer, selten der Wettbewerbsdruck aus China intensiver. Und selten war die Frage nach dem richtigen Maß und Modus der internationalen Arbeitsteilung so relevant.

Matthias Müller, Patrick Schneider und Daniel Wennagel richten den Blick bewusst nach vorne: auf Chancen statt Schockstarre. „Globalisierung im Branchencheck“, so der Titel zum Treffen des wvib Schwarzwald AG Globalisierungsbeirat. Vielen Dank für die Gastfreundschaft und das Interesse Dr. Kurt Schmalz. 

Am Beispiel von Schmalz wird deutlich, was operative Exzellenz bedeutet: 31 Standorte, 720 Schutzrechte, 1.800 Mitarbeitende – und der Anspruch, Kundenbedürfnisse immer individueller, innovativer und schneller zu bedienen.

Im Zentrum der Diskussion standen unbequeme, aber hochspannende Fragen:

  • Was passiert, wenn sich der Westen weiter für Konsum verschuldet, während China dasselbe für Marktanteile in Industriebranchen tut?

  • Was folgt daraus, dass disruptive Technologien immer schneller marktreif werden und Organisationen kulturell kaum Schritt halten können?

  • Wie verlässlich sind prognostizierte Mengengerüste, wenn die Märkte volatil sind und die Angebotsseite vor einer Konsolidierung steht?  

Die strategische Kernfrage dahinter lautet: Rückzug in die Nische oder globale Skalierung? Bestehende Märkte absichern oder neue erschließen?

Oder zugespitzt: Bodenhaftung bewahren oder mutig expandieren?

Das nächste KO-Spiel der Globalisierung wird nicht im Schwarzwald entschieden, sondern auswärts. Vor allem in China. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Auch deshalb, weil die „Heimmannschaft“ einen übergroßen Kader nominiert hat, den es noch auszudünnen gilt.

Mit Tatkraft, technologischer Stärke und klarem Fokus auf unsere Wettbewerbsvorteile ist mehr drin, als wir uns derzeit zutrauen. Deutschland kann mehr! Wenn es wieder lernt, konsequent auf seine industriellen Stärken zu setzen.