Nachhaltigkeitskommunikation im Wandel
03.03.2026

Rückblick | Infoveranstaltung: Talk green, but how (much)? | 26.02.2026 | Hotel Kronasar im Europa-Park, Rust
Aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitsmanagement, Regulatorik und Kommunikation standen im Mittelpunkt der Infoveranstaltung im Europa-Park in Rust. Anhand von Beiträgen der Unternehmen Richard Neumayer GmbH, Koehler Gruppe und des Europa-Park wurde gezeigt, wie unterschiedlich Organisationen heute mit dem Thema Nachhaltigkeit und dessen Kommunikation umgehen. Deutlich wurde dabei, dass Unternehmen weiterhin aktiv kommunizieren – zunehmend auf Basis präziserer Daten, aber auch mit einer spürbaren Sensibilität für Risiken wie öffentliche Kritik oder Shitstorms. Es ist eine herausfordernde und zugleich spannende Zeit für alle, die Nachhaltigkeitskommunikation gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der rechtlichen Einordnung der kommenden EmpCo-Richtlinie, die ab dem 27. September 2026 in Deutschland gilt. Eine Vertreterin der Kanzlei Noerr stellte dar, welche Anforderungen künftig insbesondere an Umweltbehauptungen, Nachhaltigkeitssiegel oder die Darstellung von Nachhaltigkeitszielen gestellt werden und dass dies auch B2B-Unternehmen betreffen kann.
In der Diskussion zeigte sich:
Messbarkeit bleibt Grundvoraussetzung: Ohne belastbare Daten sind glaubwürdige Aussagen zur Nachhaltigkeit nicht möglich.
Kommunikation ist auch interne Überzeugungsarbeit: Angesichts Kostendrucks und struktureller Veränderungen braucht es klare Argumente und Transparenz.
Nachhaltigkeit bleibt ein emotionales Thema: Die gesellschaftliche und politische Aufladung, z.B. bei der Windenergie, prägt die öffentliche Wahrnehmung stärker als vielfach erwartet.
Kein „Peak Green“ in Sicht: Nachhaltigkeit bleibt ein langfristiges Handlungsfeld für Unternehmen.
Zentrale Herausforderung: Die Balance zwischen sachlicher Information und ansprechender Kommunikation ist weiterhin anspruchsvoll.
Vielen Dank für eure/Ihre spannenden Einblicke und Impulse: Lukas Scheub (Europa-Park GmbH & Co Mack KG), Larissa Doll (Richard Neumayer GmbH), Alexander Stoeckle & Jens Kriete (Koehler Holding SE & Co. KG) und Valentina Nieß (Noerr LLP)