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Übernahmeprozess, Unternehmenskultur und Industriebürokratie

15.04.2026

Übernahmeprozess, Unternehmenskultur und Industriebürokratie

Rückblick | Chef-Erfa 11 | 15.04.2026 | hatec Gesellschaft für Lichttechnik mbH, Münstertal


Als Anfang März diesen Jahres sich die Waldmann - Light for better results auf der Light&Building präsentiert hat, war erstmalig auch die hatec Lichttechnik GmbH als Teil der Waldmann Gruppe mit auf dem Stand. Seit der Übernahme der Geschäftsführung der Waldmann durch Christoph Waldmann hat dieser viele, mutige Impulse gesetzt. Ein wichtiger Meilenstein war die Übernahme der Hatec im letzten Jahr. 
Waldmann – ein fast 100 Jahre altes Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitenden – entwickelt und produziert Leuchten für Büro, Gesundheitswesen und Industrie und liefert weltweit. (Ich kann das bestätigen: Selbst in Peking und Singapur standen Waldmann-Leuchten in meinen Büros.)
Hatec hingegen: ein Planungsbüro mit eigener Manufaktur im Münstertal – individuell, projektgetrieben, kein Auftrag wie der andere. 

Wie gestaltet man so einen Übernahmeprozess erfolgreich. Welche Rolle spielt Unternehmenskultur? Wie behält man sich das Beste der 'alten' Welt und wird doch Teil des neuen Ganzen? Danke an Christoph Waldmann und Andreas Pfefferle für die tiefen Einblicke, die Ihr uns im Rahmen der Chef-Erfa 11 gewährt habt. 

Die Begriffe Licht, Lampe, Leuchte werden wir alle in Zukunft mit deutlich mehr bedacht wählen und vor allem die Ausführungen zur Bedeutung des Lichts für unser aller Leben wird uns in Erinnerung bleiben. Denn: Licht sieht man nicht – aber ohne Licht sehen wir nichts. Rund 80 % unserer Informationen nehmen wir über das Sehen auf. Es ist unser dominanter Sinn im Alltag. Eure Begeisterung für Licht war ansteckend! 

Und dann war da noch ein Thema, das den Raum spürbar aufgeladen hat: Industriebürokratie.

Zu Recht fordert die Industrie von der Politik einen Rückbau der gesetzlich auferlegten Bürokratie. Aber was ist mit Zertifizierungen, die sich die Industrie selbst auferlegt. Beispiel ISO 9001. Oder mit unternehmensinternen Abläufen, Formularen, Prozessen? Warum neben der gesetzlich geforderten Bürokratie noch die hausgemachte? Und vor allem, wie baut man auch diese gut ab. Die Sozialisierung von Verantwortung und Haftung steht im Widerspruch zu Unternehmertum.