Von der ability to sustain
26.03.2026

Rückblick | Frühjahrssitzung, wvib-Nachhaltigkeits-Beirat | 14.03.2026, Hansgrohe SE, Schiltach
Nachhaltigkeit als ability to sustain
Krisen und Kriege verändern aktuell die Relevanz, Studien wie zuletzt der Sustainability Transformation Monitor 2026 mögen dies belegen - und doch bleiben Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Zukunftsfähigkeit höchst relevant für die mittelständische Industrie in Baden-Württemberg. Das wurde bei der Frühjahrssitzung des Nachhaltigkeits-Beirats einmal mehr klar gezeigt.
Zu Gast bei der Hansgrohe Group in Schiltach wurde deutlich, wie tief Nachhaltigkeit in der DNA des Unternehmens verankert ist und schon in den 1990er Jahren vom langjährigen Firmenchef Klaus Grohe erkannt wurde. Nicht nur, aber auch wegen des starken Bezugs zum Thema Wasser.
Neben einer kurzen Führung in der Bäderausstellung aquademie, bei der wir uns unter anderem Hansgrohe's Vision des Badezimmers der Zukunft (90% weniger Wasser, weniger Energie und weniger CO2-Emissionen) angeschaut haben, drehte sich am Nachmittag alles um die Produktnachhaltigkeit oder Green Products.
Dabei gab uns Steffen Erath (Head of Innovation, Hansgrohe) einen kleinen Exkurs, wie man Nachhaltigkeit als Innovationstreiber nutzen kann und was es mit der sog. Planet Centered Innovation auf sich hat. Er platzierte auch den Gedanken, dass Nachhaltigkeit schließlich die ability to sustain sei und damit mittel- bis langfristig kein Weg daran vorbeiführt. Rebecca Weigold (Leitung Corporate Sustainability,Hansgrohe) zeigte uns, an welchen Hebeln und Stellen im Produktentstehungszyklus Hansgrohe schon heute großen Impact erzielt. Besonders beeindruckend hierbei war die selbst entwickelte Anlage zum Recycling von galvanisierten Kunststoff-Handbrausen.
Die abschließende Diskussion ließ keinen Zweifel daran, dass sich die Mitglieder im Nachhaltigkeits-Beirat in ihren Unternehmen auch mit diesen Themen beschäftigen und dies gerne auch zeigen möchten. In den nächsten Monaten soll gemeinsam an einem Positionspapier gearbeitet werden.
Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Referierenden und Beiratsmitglieder - vor allem auch an Sandra Richter (Personalvorständin, Hansgrohe), die kurzfristig als Gastgeberin anstelle von Hans-Jürgen Kalmbach eingesprungen ist, das Unternehmen Hansgrohe vorgestellt und an der Sitzung teilgenommen hat.