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Wer digital denkt, produziert besser

20.03.2026

Wer digital denkt, produziert besser

Rückblick | Frühjahrssitzung Maschinenbau Beirat | 19.03.2026, Bucher Hydraulics GmbH, Klettgau

Wer bei Hydraulik an massive, ölbehaftete Bauteile denkt, liegt nicht falsch – und wird bei Bucher Hydraulics dennoch überrascht. Der wvib Maschinenbaubeirat zu Gast bei Dr. Jens Kubasch zeigte eindrucksvoll, wie konsequent Digitalisierung, Struktur und unternehmerische Klarheit zusammenspielen können.

Bucher Hydraulics ist Teil der Bucher Industries , einem über 200 Jahre alten Schweizer Unternehmen mit vielfältigen Betätigungsfeldern. Doch von „Tradition“ im Sinne von Behäbigkeit keine Spur. Im Gegenteil: Die Divisionen agieren mit bemerkenswerter Eigenständigkeit und unternehmerischer Freiheit. Ein Setup, das Geschwindigkeit ermöglicht – und Verantwortung verlangt.

Was das konkret bedeutet, wurde beim Rundgang durch die Fertigung greifbar. Oder besser: nicht greifbar. Denn Papier sucht man hier vergeblich. Der gesamte Entstehungsprozess kommt ohne Zeichnungen auf Papier aus. Informationen fließen digital, präzise und jederzeit verfügbar. Das Ergebnis: weniger Reibung, mehr Klarheit, höhere Qualität.

Ein besonderes Highlight: das Hochregallager. Hier sorgt eine gezielte Druckabsenkung für erhöhten Brandschutz. Die Bedingungen erinnern dadurch an eine Bergbesteigung auf rund 4.000 Metern – ein ungewöhnliches, aber eindrückliches Beispiel dafür, wie konsequent Sicherheit und Technik zusammengedacht werden.

Überhaupt: Konsequenz ist das Leitmotiv dieses Standorts. In den vergangenen Jahren wurde umfassend modernisiert. Heute präsentiert sich Bucher Hydraulics als durchstrukturierte, hochsaubere Produktion, in der jedes Detail seinen Platz hat. Kein Zufall, sondern Ergebnis klarer Entscheidungen und kontinuierlicher Weiterentwicklung.

Der wvib Maschinenbaubeirat nahm vor allem eines mit: Zukunft entsteht nicht durch einzelne Leuchtturmprojekte, sondern durch das Zusammenspiel aus Kultur, Struktur und Technologie. Bucher Hydraulics zeigt, wie das in der Praxis aussehen kann.

Ein herzlicher Dank an Dr. Jens Kubasch für die offenen Einblicke und die Gastfreundschaft.