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Wie aus Trends Innovationen werden können

06.08.2026

Rückblick | Fach-Erfa Entwicklungsleiter: Wie aus Trends Innovationen werden können | 29.07.2026 | PROTEKTORWERK Florenz Maisch GmbH & Co. KG

Viele mittelständische Unternehmen nehmen Markt- und Technologietrends früh wahr. Häufig fehlen jedoch Ressourcen und strukturierte Prozesse, um diese Signale zu bündeln, zu bewerten und in neue Produkte zu überführen.

Vor diesem Hintergrund entwickelte die Technische Hochschule Mannheim im Rahmen eines vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts einen praxisnahen Ansatz für mittelständische Unternehmen.

Gemeinsam mit dem wvib-Mitgliedsunternehmen PROTEKTORWERK Florenz Maisch GmbH & Co. KG, einem Softwareunternehmen und einer Expertin für organisationale Achtsamkeit wurden Ansätze zur systematischen Umfeldbeobachtung und zur Stärkung der Innovationsfähigkeit entwickelt und pilothaft umgesetzt. Die Projektbeteiligten Dr. Jörg Böllhoff, Prof. Dr. Matthias Klimmer und Sabine Keßel stellten das Projekt und die praktische Umsetzung vor.

Bei PROTEKTOR wurde dafür ein bereichsübergreifendes Netzwerk aus Umfeld-Scouts, Innovations-Community, Wandlungspromotoren und Steuerkreis aufgebaut. Das Umfeldradar bündelt Informationen aus verschiedenen Quellen, die gemeinsam bewertet und priorisiert werden. So wird Trendbeobachtung zu einem strukturierten Innovationsprozess.

Ein weiterer Bestandteil des Ansatzes ist die organisationale Achtsamkeit: die Fähigkeit, schwache Signale wahrzunehmen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, bestehende Annahmen zu hinterfragen und auch unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Dass daraus konkrete Innovationen entstehen können, zeigt die Pilotanwendung bei PROTEKTOR: Aus dem Trendfeld „Serielles Bauen“ entstand ein neues Produktangebot für industriell vorgefertigte Wandelemente aus Stahlleichtbau. Gleichzeitig wurde ein strukturierter Innovationsprozess etabliert und der bereichsübergreifende Austausch intensiviert.

Die zentrale Erkenntnis aus der Pilotanwendung: Die größte Wirkung entsteht nicht durch perfekte Prognosen, sondern durch bessere Lern- und Entscheidungsroutinen. Dafür braucht es Struktur, klare Rollen, regelmäßige Priorisierung und vor allem die Unterstützung der Führungsebene.