Zentral, dezentral, hybrid - Exportkontrolle im Unternehmensverbund
07.05.2026

Rückblick | Fach-Erfa Zollkoordinatoren: Exportkontrolle im Unternehmensverbund | 22.4.2024 | wvib Schwarzwald AG
Exportkontrolle endet selten am Unternehmenstor. Insbesondere global aufgestellte Unternehmen mit internationalen Tochtergesellschaften stehen vor zusätzlichen Herausforderungen.
Im Rahmen des fachlichen Austauschs brachte Felix Riedel, Senior Director - Export Control & Customs Compliance der Sick AG, zentrale Thesen zum Tagesthema ein: In global agierenden Unternehmen ist Exportkontrolle kein rein lokales Thema. Behörden betrachten Unternehmensgruppen und verbundene Gesellschaften als Einheit. Einheitliche Mindeststandards und eine klare Governance werden damit unverzichtbar.
Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden die Vor- und Nachteile zentraler, dezentraler und hybrider Organisationsformen der Exportkontrolle. Dabei zeigte sich: Keine Organisationsform ist per se richtig oder falsch – entscheidend ist, dass sie zu Risikobereitschaft und Reifegrad des jeweiligen Unternehmens passt. Viele Unternehmen setzen auf hybride Modelle, deren praktische Umsetzung jedoch anspruchsvoll bleibt.
Weitere zentrale Erkenntnisse des Austauschs: Klare Regeln, definierte Rollen und Verantwortlichkeiten sind essenziell für eine wirksame Umsetzung. Ebenso gehören interne Audits zu einer belastbaren Compliance-Struktur. Technologische Lösungen und Tools können Prozesse unterstützen, ersetzen jedoch keine funktionierende Compliance-Kultur.
Fazit des Austauschs: Exportkontrolle ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Weg.