Zukunftsnarrativ, Resilienz, Um-Industrialisierung
28.05.2026
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Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des wvib,
am 8. Mai 2026 wurde der Festakt 80 Jahre wvib unter der Überschrift ‚In Freiheit und Verantwortung‘ würdig gefeiert. Auch mit dabei: Professor Andreas Voßkuhle und Professor Stefan Kolev.
Vieles des Gesagten hallt nach. Wenn ich drei Worte wählen müsste: #Zukunftsnarrativ #Resilienz #Um-Industrialisierung. So beendete Andreas Voßkuhle seine Worte mit einem Appell: Was fehle sei ein kraftvolles Zukunftsnarrativ für Deutschland, das helfe, die Beharrungskräfte des Systems zu überwinden. Spätestens hier sei der wvib gefordert.
Wer auf die Geschichte unserer Mitgliedsunternehmen blickt, erkennt: Wandel war nie Ausnahme, sondern Normalität. Neue Geschäftsbereiche wurden aufgebaut, andere aufgegeben, Märkte verändert, Technologien neu gedacht. Solche Veränderungen gelingen nur, wenn Unternehmen ein glaubwürdiges Zukunftsbild entwickeln – für Mitarbeitende, Kunden und Partner. Unsere Mitglieder können Zukunftsnarrative erzählen, aber welche Rolle kann und will der wvib bei der Entwicklung eines Zukunftsnarrativs für Deutschland spielen?
Stefan Kolev sprach von „Resilienz“ und „Um-Industrialisierung“. Der Begriff Resilienz mag im Diskurs beinahe überstrapaziert wirken. Doch das macht ihn nicht weniger relevant. Die Schocks werden nicht weniger – geopolitisch, wirtschaftlich und technologisch. Wandel bleibt die Konstante. Deshalb ist die Systemfrage entscheidend: Wie organisieren wir Strukturen so, dass sie anpassungsfähig bleiben – auch im wvib?
Und dann der Begriff „Um-Industrialisierung“. Er richtet den Blick nach vorne, statt den Abgesang der Deindustrialisierung zu begleiten. Kolev beschreibt, dass die industrielle Zukunft an den Schnittstellen entsteht: zwischen Industrie und Dienstleistungen, großen und kleinen Unternehmen, etablierten Branchen und Startups. Genau dort liegen auch die Chancen des wvib – als Netzwerk, Plattform und Impulsgeber. Wie wollen wir als wvib in Zukunft diese Schnittstellen gestalten?
Die Fragen sind gestellt. Sie können nur mit den Mitgliedern beantwortet werden.
Schöne Grüße
Ihre
Hanna Böhme