wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme zur neuen E-Auto-Förderung
19.01.2026
Am 19. Januar hat die Bundesregierung die Bedingungen für ein neues E-Auto-Förderprogramm für Privathaushalte vorgestellt. wvib-Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme kommentiert die Pläne:
"Mit drei Milliarden Euro Steuergeldern erzeugt man vor allem ein gewaltiges Strohfeuer und riesige Mitnahmeeffekte. Der E-Antrieb ist etabliert genug, die Förderung passt nicht mehr in die Marktsituation. Vor allem aber rechtfertigt der Preisabstand zum Verbrenner längst nicht mehr solche Fördersummen.
Wer diejenigen unterstützen möchte, die sich ein E-Auto bislang nicht leisten können, sollte zu anderen Instrumenten greifen. Wer keine Doppelgarage mit Wallbox zu Hause hat, braucht vor allem gute Ladeinfrastruktur und günstige Strompreise.
Es gäbe deutlich bessere Instrumente: So könnte man beispielsweise die Stromsteuer für alle senken oder über eine kluge Kombination aus CO2-Preis und Klimageld nachdenken.
So erzeugt die Förderung vor allem Antragsbürokratie, ist kaum Strukturhilfe für die Branche vor Ort und dürfte die Nachfrage obendrein nur minimal steigern."